








Hannover ist die Hauptstadt des Landes Niedersachsen.
Die am Fluss Leine gelegene kreisfreie Stadt steht mit etwa 520.000 Einwohnern auf der Liste der Großstädte in Deutschland an elfter Stelle und ist durch die seit 1947 jährlich stattfindende Hannover Messe weltweit bekannt.
Unter dem Namen „Hanovere“ 1150 erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Stadt Anfang des 19. Jahrhunderts Residenzstadt des Königreiches Hannover. Als Hauptstadt der preußischen Provinz Hannover erlangte sie im Jahr 1875 mit über 100.000 Einwohnern den Status einer Großstadt.
An Hannovers östlichem Stadtrand kreuzen sich Straßenverbindungen der Nord-
Die Stadt gehört zur Region Hannover, einem Kommunalverband besonderer Art, und ist
Teil der Metropolregion Hannover-
Lage
Hannover und Umgebung
Hannover liegt im Tal der Leine am Übergang zwischen dem niedersächsischen Bergland
und dem norddeutschen Tiefland. Im Südwesten der Stadt grenzen die Ausläufer des
Weserberglandes mit ackerbaulich fruchtbaren Lössböden, im Norden die sandigen und
moorigen Geestlandschaften der Burgdorf-
Die Lage mit seinen naturräumlichen und verkehrsgeographischen Voraussetzungen bot
Hannover günstige Möglichkeiten zur Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf zur Großstadt.
Im Mittelalter passierte ein bedeutender Nord-
Siehe auch: Verkehr
Benachbarte Großstädte sind Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg, Bielefeld, Göttingen,
Kassel und Bremen. Nord-
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover: Langenhagen, Isernhagen, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze und Garbsen. Dabei ist die Umgebung geprägt durch städtisch geprägte Bebauung entlang der Verkehrsachsen sowie durch ländlich geprägte Bauweise in anderen Teilen.
Stadtgliederung
Geschichte
Gründung und erste Blüte
Ältestes Fachwerkhaus Hannovers von 1566 in der Burgstraße 12
Hannover entstand aus einer mittelalterlichen Siedlung, die an einer hochwassergeschützten
Stelle am Leineufer lag. Dieser Standort gab der späteren Stadt Hannover vermutlich
ihren Namen (Honovere = Hohes Ufer), was aber umstritten ist. Nach Auswertungen des
Originals einer um 150 n. Chr. vom Geografen Claudius Ptolemäus gezeichneten Karte
von "Germania Magna" durch das Institut für Geodäsie der Technischen Universität
Berlin gab es an der Stelle des heutigen Hannover bereits eine Siedlung namens Tulifurdum.
Sprachgeschichtlich kann dies gedeutet werden aus der Zusammensetzung von lateinisch
"tuli" = ich habe getragen und "furdum" = Furt, welches auf den Leineübergang hinweist.[3]
Helmut Plath, langjähriger Chef des Historischen Museums, schrieb über den bisher
namenlosen Ort in seiner Stadtgeschichte: „Während des 1. bis 3. Jahrhunderts nach
Christus, in der römischen Kaiserzeit, bestand auf dem Boden der späteren Alt-
Siehe auch: Namensgebung
In der Nähe gab es durch die nur 500 m breite Leineniederung und einen Werder eine
Möglichkeit, die Leine an einer seichten Furt zu überqueren. Hier kreuzten sich zwei
Fernstraßen. Auch heute heißt die Straße, die an dieser Stelle parallel zur Leine
verläuft „Am Hohen Ufer“. Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es
bereits um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus: Marktflecken) wird erstmals um
1150 im Hildesheimer Miracula Sancti Bernwardi erwähnt. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich
der Löwe Hannover ausbauen und belehnte die Grafen von Roden damit. Sie regierten
von einer Wasserburg in der Leineniederung bei Limmer und der Burg Lauenrode außerhalb
der Stadt. 1241 erhielt Hannover das Stadtprivileg; seit dieser Zeit ist auch ein
Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei Bürgermeister an der
Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus 12 Mitgliedern bestehenden, sogenannten
sitzenden Rat mit dem regierenden Bürgermeister. Im Lüneburger Erbfolgekrieg bekam
die Stadt 1371 das Große Privileg[4] verliehen, was ihre weitgehende Rechte einräumte,
wie Zoll-
Rest der Stadtmauer Hannover
Zum Schutz der Stadt löste ab 1350 eine 8 m hohe Stadtmauer mit 34 Mauertürmen die
zuvor bestehende Befestigung aus palisadenbestandenen Wällen und Gräben ab. Zur Stadtbefestigung
Hannover zählte ab 1392 auch eine Landwehr, die das städtische Vorfeld sicherte.
Von der früheren Hannoverschen Landwehr mit Wällen, Hecken, Warthäusern und -
In der Zeit der Reformation wuchs in der Bevölkerung die Neigung, die evangelische Lehre anzunehmen. Am 26. Juni 1533 schwor eine Versammlung auf dem Marktplatz, zu Luthers Wort zusammenzustehen. Da sich die führenden Kreise der Stadt der Reformation nicht anschlossen, wurde diese durch die Opposition der Bürger, die keine politischen Ämter innehatten, durchgesetzt. Der Rat der Stadt musste schließlich ins katholische Hildesheim flüchten.
Festungs-
Hannover von Osten gesehen als Merian-
Während des Dreißigjährigen Krieges machte Herzog Georg von Calenberg 1636 die festungsartig ausgebaute Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute Blütezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild.
1676 wurde Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-
Ab 1699 gehörten dem Rat zwei Bürgermeister, ein Syndikus, ein Sekretär, zwei Kämmerer und sechs Senatoren an. Von 1725 bis 1761 war Christian Ulrich Grupen stets einer der Bürgermeister der Stadt.
Von 1710 bis 1712 war der Komponist Georg Friedrich Händel Kapellmeister am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover. Während dieser Zeit schrieb Händel unter anderem eine Reihe von Vokalduetten und dirigierte Schlosskonzerte im Leineschloss.
Hannover 1745 als sternförmige Festungsstadt mit Schanzen, Bastionen und Wassergräben. Westlich der Leine die einbezogene Calenberger Neustadt.
Nachdem Kurfürst Georg Ludwig als Georg I. 1714 den britischen Thron bestiegen hatte,
verlegte er seine Residenz von Hannover nach London. In Hannover festigte sich dadurch
in der inneren Verwaltung ein Kreis von Adeligen-
Dies änderte sich 1837, als die Personalunion der Königreiche Großbritannien und Hannover zu Ende ging und in Hannover König Ernst August den Thron bestieg. 1843 wurde Hannover an das Eisenbahnnetz angeschlossen, wogegen sich der konservative König zunächst gewehrt hatte.
Im Jahr 1747 war die Aegidien-
Hannover war eine autonome Stadt innerhalb des Landes Hannover. 1823 wurde sie Sitz
der Landdrostei Hannover, aus der später der Regierungsbezirk Hannover hervorging.
1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes
Hannover und des Amtes Coldingen gegründet wurde. Ab 1825 gab es in Hannover ein
Magistratskollegium, das de facto bis 1935 Bestand hatte. Während dieser Zeit trug
das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel Stadtdirektor. Ebenfalls 1825 war Hannover
die erste Stadt Europas, in der die Straßen mit Gaslaternen beleuchtet wurden. Dafür
wurde, auch dies erstmalig in Europa, ein Gasliefervertrag abgeschlossen. Zur Lieferung
des Leuchtgases verpflichtete sich die Imperial-
Preußische Provinzhauptstadt
Als Folge des Deutschen Krieges von 1866 wurde das Königreich Hannover von Preußen annektiert und wurde preußische Provinz: Aus der Residenzstadt Hannover wurde eine preußische Provinzhauptstadt.
Für die hannoversche Industrie bedeutete der Anschluss an Preußen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die Aufhebung des Zunftzwanges und die Einführung der Gewerbefreiheit förderten das Wirtschaftswachstum und führten auch in Hannover zum Aufschwung der Gründerzeit. In der Zeit zwischen 1871 und 1912 wuchs die Bevölkerung Hannovers von 87.600 auf 313.400. Die Grenze zur Großstadt mit 100.000 Einwohnern wurde 1873 überschritten.
Kröpcke mit Pferdebahn um 1890
Georgstraße mit Straßenbahn um 1895
1872 wurde die erste Pferdebahn eingeweiht, die ab 1893 zur elektrischen Straßenbahn weiterentwickelt wurde. 1881 entwickelte Ferdinand Sichel den ersten gebrauchsfertigen Tapetenkleister. 1887 erfand Emil Berliner die Schallplatte und das Grammophon.
Der Aufschwung in Hannover fiel in die Ära des Stadtdirektors Heinrich Tramm. Er wurde 1891 in dieses Amt gewählt und versah es 27 Jahre, während der er die dominierende Person in Politik und Verwaltung der Stadt war.
1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstandenen Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover hervorgegangenen Regierungsbezirks Hannover.
Die Stadt wurde 1869 um die Vorstadt Ohe-
1902 wurde in Hannover der erste mobile Feuerlöschzug der Welt übergeben. Im selben Jahr installierte Hermann Bahlsen die erste Leuchtreklame Deutschlands.
Der Flugpionier Karl Jatho baute 1903 das erste Motorflugzeug Deutschlands, mit dem er am 18. August 1903, und damit vier Monate vor den Gebrüdern Wright, einen Motorflug durchgeführt haben soll. Daraufhin gründete er 1912 eine Flugschule und 1913 die Hannoverschen Flugzeugwerke. Auf Grund des mangelnden Interesses des Militärs wurde beides 1914 geschlossen. Zu den gebauten Flugzeugmustern zählen der Doppeldeckergleiter Jatho 2 (1907) und die Stahltaube (1911).
Weimarer Republik und Nationalsozialismus [Bearbeiten]
1920 wurde die Stadt Linden mit den Stadtteilen Alt-
Seit 1918 heißt das Oberhaupt der Stadt Oberbürgermeister und nicht mehr Stadtdirektor.
Erster Oberbürgermeister war der Sozialdemokrat Robert Leinert. Dieser wurde 1925
durch den konservativen Arthur Menge abgelöst, welcher bis 1937 im Amt blieb. In
dessen Amtszeit fiel 1936 der mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ermöglichte Bau des
Maschsees und die Anlage des Hermann-
In kultureller Hinsicht war Hannover in den 1920er Jahren insbesondere wegen Kurt Schwitters ein „Vorort der Moderne“. Sein Dadaismus, seine Zeitschrift „MERZ“ und die von ihm gegründete Gruppe „die abstrakten hannover“ hatten Weltruf.
1921 wurde von der Hannoverschen Waggonfabrik (HAWA) der HAWA Vampyr gebaut. Es war
das erste voll-
Mahnmal für die 1938 zerstörte Synagoge in der Calenberger Neustadt
Ab 1937 gehörten der Oberbürgermeister sowie die Staatskommissare der NSDAP an. Wie
überall in Deutschland sahen sich auch in Hannover viele Menschen aufgrund ihres
jüdischen Glaubens und weiterer ethnischer und anderer Gründe Verfolgungen ausgesetzt.
484 hannoversche Juden polnischer Herkunft wurden im Rahmen der „Polenaktion“ Ende
Oktober 1938 nach Polen ausgewiesen, darunter die Familie Grünspan. Deren zweitältester
Sohn Herschel Grünspan befand sich in Paris. Als er von der Vertreibung seiner Familie
erfuhr, fuhr er zur deutschen Botschaft und tötete dort den Legationsrat Ernst Eduard
vom Rath. Die Nationalsozialisten nahmen diese Tat als Vorwand für die von ihnen
inszenierten deutschlandweiten Novemberpogrome. Dabei wurde in Hannover am 9. November
1938 die von Edwin Oppler 1870 in neuromanischen Formen entworfene Synagoge in der
Calenberger Neustadt niedergebrannt. Im September 1941 kam es durch die vom NSDAP-
Insgesamt wurden mindestens 2.400 Menschen deportiert, von denen die wenigsten überlebten. Von den etwa 4.800 Juden, die Hannover 1938 zählte, lebten hier keine 100 mehr, als am 10. April 1945 amerikanische Truppen in Hannover einrückten. Heute erinnert an die Judenverfolgung in Hannover ein Mahnmal am Opernplatz.
Siehe auch: Geschichte der Juden in Hannover
Neben einem Zwangslager für Sinti und Roma und sogenannten Erziehungslagern gab es in Hannover mehrere Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme mit mehreren Tausend Insassen, die unter menschenunwürdigen Verhältnissen lebten. Vier Tage vor der Befreiung Hannovers wurden rund 150 von ihnen erschossen. Während des Krieges arbeiteten etwa 60.000 verschleppte und in rund 500 Lagern internierte Zwangsarbeiter in Hannover, vorwiegend in der Rüstungsindustrie.
Mahnmal Aegidienkirche
Zusammen mit den zum Kriegsende aus der UdSSR, Polen, Frankreich, den Niederlanden,
und Belgien hierher verbrachten Personen sind mehr als 6.000 Menschen durch diese
Lager gegangen. Organisiert hatte die Deportationen und die Arisierung von Kunst-
Im Zweiten Weltkrieg war Hannover als bedeutender Verkehrsknotenpunkt und Standort kriegswichtiger Betriebe ab 1940 immer wieder Ziel alliierter Bombenangriffe. Bei den insgesamt 88 Luftangriffen auf Hannover wurden neben den Industriebetrieben auch große Teile des Wohnungsbestandes getroffen und fast 6.800 Menschen getötet. Der Zerstörungsgrad bei Gebäuden wird mit 52 % beziffert, in der Innenstadt lag er bei 90 %.[6] 47,5 % der Wohnungen waren unbewohnbar.[7] Nach dem Krieg wurden die Aegidienkirche und die Nikolaikapelle nicht wieder aufgebaut und die Ruinen blieben als Mahnmal für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erhalten.
Wiederaufbau und Entwicklung bis zur Gegenwart [Bearbeiten]
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den ehrenamtlich tätigen Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt. Langjähriger Oberbürgermeister war von 1972 bis 2006 Herbert Schmalstieg. Daneben gab es einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.
Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der
Wiederaufbau der Stadt. Dabei wurde das Straßennetz völlig neu geordnet und den damals
postulierten Anforderungen einer autogerechten Stadt angepasst. Die Innenstadt wurde
mit mehrspurigen Straßen (Lavesallee, Leibnizufer, Hamburger Allee, Berliner Allee)
umfahren; die Verknüpfung dieser Straßen wurde durch Kreisverkehre hergestellt. Der
früher durch die Stadt fließende Fernverkehr wurde weiträumig über tangentiale Schnellstraßen
abgeleitet. Für den Messeschnellweg wurde eine Schneise mitten durch den Stadtwald
Eilenriede geschlagen. Der historische Stadtgrundriss blieb nur oberflächig bestehen,
da das verbleibende, grobmaschige Netz der Straßen nur in etwa die Hauptlinien der
historischen Straßen nachzeichnet.[8] Kennzeichnend für den Wiederaufbau Hannovers
ist die Entstehung von Stadträumen, welche völlig von der historischen Struktur abweichen.
Durch diese damals als fortschrittlich geltende Stadtplanung erlangte die Stadt überregionale
Bekanntheit.[9] In späterer Zeit waren die städtebaulichen Werte der Wiederaufbauzeit
überholt: In der Strömung des Postmodernismus besaßen jene Straßen und Plätze Modellcharakter
für Stadtquartiere, wie sie das 19. Jahrhundert geprägt hatte, und nicht jener moderne
Städtebau, dessen autogerechte Planung eine Übernahme nordamerikanischer Erfahrungen
war.[10] Der kriegs-
1947 wurde in Hannover von Rudolf Augstein das Magazin Der Spiegel gegründet und
ein Jahr später von Henri Nannen die Zeitschrift Stern. 1951 fand in Hannover die
erste Bundesgartenschau statt. 1962 entwickelte Walter Bruch bei der Telefunken GmbH
das PAL-
Stadtbahn Hannover
Am 23. Juni 1965 beschloss der Rat der Stadt, eine U-
Nachdem bereits 1967 und 1968 Teile von Wettbergen eingemeindet worden waren, folgte
am 1. März 1974 die große niedersächsische Kommunalreform: Die Stadt Misburg sowie
die Gemeinden Ahlem, Anderten, Bemerode, Vinnhorst, Wettbergen, Wülferode wurden
ebenso eingemeindet wie Teile von Godshorn, Isernhagen Niedernhägener Bauerschaft
(heute Isernhagen-
Im Jahr 2000 fand in Hannover mit der Expo 2000 das erste Mal eine Weltausstellung in Deutschland statt. Das Motto lautete „Mensch, Natur, Technik“. Die anfänglichen Erwartungen an die Besucherzahlen wurden zwar nicht erfüllt, mit 155 teilnehmenden Nationen und 18 Millionen Besuchern war die Veranstaltung dennoch ein Erfolg.
Bis zur Abschaffung der vier Bezirksregierungen Niedersachsens am 31. Dezember 2004 war Hannover Sitz der Bezirksregierung Hannover.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Hannover
Die Bevölkerung von Hannover wuchs vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit nur langsam. 1435 hatte die Stadt etwa 5.000 Einwohner, bis 1766 verdoppelte sich diese Zahl auf 11.874. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. 1811 lebten 16.816 Menschen in der Stadt. Die Eingemeindung umliegender Orte (Vorstadt Hannover) mit rund 20.000 Menschen im Jahr 1859 führte zu einem Anwachsen auf 60.120 Menschen im Jahr 1861.
Im Jahre 1875 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Hannover zur Großstadt wurde. 1901 waren es 250.000 Einwohner. Durch Eingemeindungen in den Jahren 1907 und 1909 stieg die Bevölkerung 1910 auf über 300.000. Am 1. Januar 1920 wurde die Stadt Linden mit 73.379 Einwohnern (1919) eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg bis Ende 1920 auf über 400.000.
Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt mehr als die Hälfte ihrer Bewohner. Durch Evakuierung, Flucht, Deportationen und Luftangriffe sank die Bevölkerung von 471.000 im Mai 1939 auf 217.000 im April 1945. 1952 lebten wieder so viele Menschen in der Stadt wie vor dem Krieg, 1954 waren es eine halbe Million. 1962 erreichte die Einwohnerzahl mit 574.754 ihren historischen Höchststand. Am 1. März 1974 brachte die Eingliederung der Stadt Misburg mit 21.721 Einwohnern (1972) und weiterer umliegender Orte einen Bevölkerungszuwachs von 64.711 Personen. Im Jahre 2009 stand die Stadt mit 520.966 Einwohnern an elfter Stelle unter den deutschen Großstädten.
Stadtteile und Stadtbezirke von Hannover
→ Hauptartikel: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Hannovers
Hannover besteht aus 51 Stadtteilen. Jeweils zwei bis sieben dieser Stadtteile sind
zu einem Stadtbezirk zusammengefasst, so dass folgende 13 Stadtbezirke bestehen:
Mitte, Vahrenwald-
Über 11 Prozent des etwa 200 Quadratkilometer großen Stadtgebietes sind öffentliche Grünflächen, weshalb Hannover auch als Großstadt im Grünen bezeichnet wird. Der zentrumsnahe Stadtwald Eilenriede hat allein eine Größe von 650 Hektar.
Südlich des Stadtzentrums befindet sich der Maschsee, ein circa 78 Hektar großer
künstlich angelegter See ohne natürlichen Zu-
Von Süden her kommend fließt die Leine durch Hannover nordwestlich in Richtung Aller. In Höhe des Maschsees wird über den Schnellen Graben Leinewasser zur Ihme geleitet. Das dortige Wehr dient neben der Regulierung des Wasserstandes der Stromerzeugung. Die Ihme ist ein kleiner Bach, der aus dem Calenberger Land kommt. Durch die Zuleitung von Leinewasser wird sie zum Fluss, der sich nach wenigen Kilometern wieder mit der Leine vereinigt. Ab hier ist die Leine schiffbar. In Limmer mündet die Fösse in die Leine.
Hannover liegt durchschnittlich 55 m ü. NN. Die höchsten natürlichen Erhebungen im Stadtgebiet sind der am Südostrand gelegene Kronsberg mit 118,2 Metern und der 89,0 Meter hohe Lindener Berg, auf dem die Volkssternwarte Hannover untergebracht ist. Die höchste künstliche Erhebung ist der Müllberg (genannt Monte Müllo) mit 121,3 Metern am Nordostrand auf dem Gelände der Mülldeponie Lahe. Der Tiefste Punkt befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Klosterforst Marienwerder und liegt 44 m ü. NN.
Klimadiagramm von Hannover/Langenhagen[2]
Klima [Bearbeiten]
Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Hannover 8,7 °C, und es fallen 661 Millimeter Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.
Quelle: Wikipedia 28.04.11


